3 Fragen an Mia

Wie kamst Du zu Emmett-Technique und was fasziniert Dich daran?

Vor einigen Jahren hatte ich während eines Wochenend-Seminars einen steifen Nacken und konnte mich kaum bewegen. Eine Teilnehmerin fragte mich, ob sie mir helfen darf und nach nur wenigen Griffen konnte ich meinen Hals wieder frei bewegen und ohne Einschränkungen nach links und rechts drehen. Ehrlich gesagt hatte ich noch nie eine so schnelle Schmerzlinderung erlebt und war natürlich neugierig zu erfahren, wie die Behandlungsform hieß.

Fasziniert hat mich die SOFORTIGE Lösung von Bewegungseinschränkungen und das wohlige Gefühl, das sich nach der Behandlung einstellte. Ich hatte tatsächlich nach jeder Sitzung das Gefühl, absolut entspannt und gelöst zu sein. Und ich habe mir noch viele dieser Sitzungen gegönnt, denn neben der Behandlung akuter Wehwehchen taten mir die Behandlungen einfach gut – wie ein kleiner Wellnessurlaub.

Welchen Hintergrund hat die Emmett-Technique?

Entwickelt wurde diese Technik von dem australischen Körpertherapeuten Ross Emmett. In Australien ist die Technik inzwischen  ziemlich verbreitet und gehört mittlerweile zum Erste-Hilfe-Katalog der Paramedics/der Notfall-Teams. Auch in australischen Krankenhäusern wird die Behandlungsform praktiziert.

Viele kennen Dich als Heilpraktikerin für Psychotherapie. Warum jetzt auch noch Emmett-Technique?

Ganzheitliche Heilung heißt für mich, dass ich sowohl die Seele, den Geist, die Psyche UND auch den Körper mit in Heilprozesse einbeziehe. Um langfristig und nachhaltig Trauma lösende, die Persönlichkeitsentwicklung fördernde Wirkungen in der Therapie zu erzielen, ist es sinnvoll, nicht nur die Psyche, sondern auch den Körper und eventuelle Schädigungen des Körperbildes unmittelbar mit einzubeziehen. Das haben Wissenschaftler wie Fogel 2013, Wöller 2013, Marlock/Weiss 2006, Fischer und Joraschky et al. 2009 bereits untersucht und bestätigt.

Die Prozesse der Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche und Psyche und Körper, des sog. „bottom up“ (Hochkommen von Erinnerungen und Gefühlen aus dem Körper) und „top down“ (Wirkungsrichtung des Bewusstseins auf den Körper) stehen aktuell auch im Fokus der Embodiment-Forschung.

Für mich Grund genug nach einer Technik zu suchen, mit der ich über den Körper Erinnerungsspeicher aufspüren und behandeln kann.

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